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Die eigene

Zukunft

gestalten

Judith Skodlerak in ihrem Atelier in Saalfeld

Die eigene

Zukunft

gestalten

Judith Skodlerak in ihrem Atelier in Saalfeld

„Es gibt hier viele Leute, die man inspirieren kann“

Judith Skodlerak hat sich direkt nach dem Studium ihren Lebenstraum erfüllt: Sie gründete ihr eigenes Modelabel und eröffnete in Saalfeld einen Laden mit Atelier, wo sie zwei Kollektionen jährlich komplett selbst fertigt. In der thüringischen Stadt fand sie nicht nur die große Liebe, sondern auch optimale Bedingungen für ihre Existenzgründung.

Der gelernten Modedesignerin Judith Skodlerak, merkt man zu jeder Zeit ihre Freude und Liebe zu ihrem Atelier an. Foto: Paul-Ruben Mundthal

Nicht eine der großen Modestädte wie Berlin oder Düsseldorf, nein:  Saalfeld an der Saale, knapp 25.000 Einwohner. Nur wenige Schritte vom Marktplatz entfernt sieht man durch ein Schaufenster eine 28-Jährige an einem großen weißen Tisch arbeiten. Sie zeichnet Kleider und Jacken auf Papier, wählt Stoffe aus, näht. Nebenan stehen Kleiderständer mit dem, was aus ihrer Hand entsteht: Elegante Jacken, Röcke, Kleider, Hosen – für Frauen und Männer. „Skodlerak“ steht an der Fassade. Die junge Frau heißt Judith Skodlerak und hat sich mit diesem Geschäft einen Lebenstraum verwirklicht. Sie macht Mode. Zwei Kollektionen pro Jahr, mit jeweils 10 bis 15 Teilen. Alles von ihr selbst entworfen und angefertigt.

Geduld um zu wachsen

Direkt nach dem Studium hat sie ihr eigenes Label gegründet, hatte schon in den letzten zwei Semestern alles geplant. „So war es dann kein ganz so großer Schritt mehr“, sagt sie. In ihrem Jahrgang war sie dennoch die Einzige, die das gewagt hat – sich selbständig zu machen. Es war mutig, das weiß sie. Aber sie sieht die Vorteile, fand den Zeitpunkt genau richtig: „Ich konnte die Energie aus dem Studium nutzen, war noch voll im Arbeiten drin. Zudem war ich noch das Studentenleben gewohnt und habe nichts vermisst. Ich konnte mich voll und ganz hineinstürzen und habe jetzt die nötige Geduld um zu wachsen.“

Ein Modelabel zu gründen, das kostet viel Energie. Skodlerak zieht diese Energie aus einer großen Sehnsucht, die sie bereits lange in sich trägt. Schon als Teenager war sie immer kunstinteressiert, hat viel gezeichnet. „Das reine Zeichnen war mir aber immer zu wenig.“ Ihr wurde klar, dass sie Modedesignerin werden will. „Aber alle haben mir gesagt, wie schwierig es sei, einen Studienplatz zu bekommen“, erinnert sie sich. „Und sowieso sei Mode doch eine brotlose Kunst.“ Ihr Respekt vor dem Fach war so groß, dass sie sich für etwas völlig Anderes einschrieb: Ein Theologie-Studium in Brandenburg. Sie merkte bald, dass ihr das nicht liegt und wechselte nach einem Jahr nach Leipzig zu Arabistik, das sich auch nicht als passendes Fach herausstellt.

  • Judith Skodlerak beim Nähen mit ausgewählten Stoffen. Alles entsteht aus ihren Ideen und durch ihre Hand. Foto: Paul-Ruben Mundthal

    Das Blankenburger Tor im Norden der Saalfelder Altstadt. Foto: Paul-Ruben Mundthal

  • Für die Arbeit und Kreationsprozesse nimmt sie sich viel Zeit, um ihren eigenen Ansprüchen gerecht zu werden. Foto: Paul-Ruben Mundthal

    Der Saalfelder Marktplatz mit Blick auf die Johanniskirche. Foto: Paul-Ruben Mundthal

  • Sie selbst fängt bereits Vormittags an zu arbeiten, ihr Atelier öffnet für Kunden jedoch erst um 13 Uhr. Foto: Christian Uthe

    Ihr Atelier bietet eine Menge Platz um sich Kreativ ausleben zu können. Das Ganze zu günstigen Mieten. Foto: Paul-Ruben Mundthal

  • Judith Skodlerak´s eigens gebaute Werkbank. Foto: Paul-Ruben Mundthal

    Eine Kundin in einem Einzelstück vor SKODLERAK Fashion Design. Foto: Paul-Ruben Mundthal

Ausbildung als Basis

Sie denkt in dieser Zeit viel an ihren Traum von der Arbeit mit Stoffen und Design – und wagt es. Skodlerak beginnt eine zweijährige Ausbildung als bekleidungstechnische Assistentin und lernt, wie man Kleidung zeichnerisch darstellt, Modelle entwickelt und umsetzt, Schnitte erstellt und passende Materialien auswählt. „Nachdem ich zwei Studiengänge abgebrochen hatte, war mir nun klar, dass ich etwas Handfestes brauche und das durchziehen will. Die Ausbildung war genau die richtige Basis.“ Nach dem Abschluss erschien ihr dann der Traum vom Modedesign und sogar von einem eigenen Label gar nicht mehr so fern. „Ich habe Leute kennengelernt, die das schon studierten oder abgeschlossen hatten und gesehen, dass man es schaffen kann. Mein Selbstvertrauen ist immer mehr gewachsen“, erinnert sie sich. Sie schreibt sich in Schneeberg im Erzgebirge an der Westsächsischen Hochschule Zwickau im Fach Modedesign ein. Dort wird ein großer Schwerpunkt auf das Handwerk gelegt, das war ihr wichtig.

„Hier sind alle sehr aufgeschlossen und wenn man sich zum zweiten Mal sieht, ist es schon, als würde man sich seit Jahren kennen."

Und dann verliebte sich Judith Skodlerak – in einen Mann aus Saalfeld. Doch gründet man dort ein Modelabel? Muss man da nicht in eine Metropole ziehen, dorthin, wo viele andere Labels sind? Gerade diesem Konkurrenzdruck wollte sich Judith Skodlerak nicht aussetzen. Sie wollte sich vielmehr darauf konzentrieren, ihre Handschrift weiter zu entwickeln und ihren eigenen Weg zu gehen. Und so entschied sie sich für Thüringen, denn da schlug ihr Herz längst nicht mehr nur für ihren Freund: Sie entdeckte Saalfeld nach und nach für sich – und stellte dabei fest, dass es ein sehr schöner Ort ist, um eine Existenz zu gründen: „Man hat nicht die großen Wettbewerber direkt vor der Nase, die Mieten sind günstig und es gibt hier noch viele Leute, die man inspirieren kann – die etwas Besonderes suchen und entdecken wollen. Diese Region ist noch nicht so überschwemmt mit Ideen und gleichzeitig ist es kein Dorf, sondern eine Stadt mit vielen attraktiven Angeboten.“ Nur an die sehr offene Mentalität der Thüringer musste sie sich gewöhnen: „Hier sind alle sehr aufgeschlossen und wenn man sich zum zweiten Mal sieht, ist es schon, als würde man sich seit Jahren kennen. Als zurückhaltende Mecklenburgerin war ich da erst mal ein wenig überfordert“, erzählt sie lachend. „Aber ich habe es inzwischen sehr zu schätzen gelernt.“

Um sich inspirieren zu lassen geht es auch gerne mal in die Innenstadt, um die Umgebung und das Treiben für neue Inspirationen aufzusaugen. Mit diesen Skizzen und Ideen geht es im Atelier dann an die Umsetzung. Fotos: Paul-Ruben Mundthal

Eigener Laden mit Atelier

Das Studium dauerte vier Jahre, bis zum Sommer 2016, ein halbes Jahr später startete offiziell ihr Label „Skodlerak“. Im Sommer 2017 eröffnete das Geschäft mit Atelier in Saalfelds Darrtorstraße. Warum unbedingt ein eigenes Label? „Für mich ist es ein sehr besonderes Gefühl, dass man meine Entwürfe mit meinem Namen in Verbindung bringt“, erklärt sie. Und sie liebt es, mit ihrer Mode dazu beizutragen, Menschen glücklich zu machen. „Gerade habe ich ein Brautkleid angefertigt und da gab es viele besondere Momente. Es war schön mitzuerleben, wie die Kundin sich darüber freute.“ Solche Situationen erlebt sie nun häufiger – die Begegnungen mit den Kunden gefallen ihr besonders an ihrem Beruf. „Es kommen immer wieder sehr interessante Menschen durch die Tür“, erklärt sie. „Es macht Spaß, individuell auf sie einzugehen und sie zu beraten.“

 

Die Älteren unter ihnen erzählen dann oft, dass Saalfeld doch seit jeher mit dem Nähen verbunden ist: Hier gab es einst ein Nähmaschinenwerk und eine Textilproduktion. Judith Skodlerak setzt sich kleinere, kurzfristige Ziele: Sie hat für ihr Label einen Online-Shop eingerichtet und will ihre Stücke in anderen Boutiquen verkaufen lassen. Und langfristig will sie die Nähtradition der Stadt wieder ein klein wenig aufleben lassen: „Ich würde gern ein kleines Produktionsunternehmen aufbauen und Näherinnen einstellen, die meine Entwürfe umsetzen“, berichtet sie.

  • Rang 3

    Ganztags-
    betreuungs-
    quote im
    Kinderalter

    Rang 3

    Im deutschlandweiten Vergleich liegt Saalfeld in Thüringen auf Rang 3 von 401 bei der Ganztagsbetreuungsquote im Kinderalter.


    Quelle: Wo lebt es sich am besten? Die große Deutschland Studie des ZDF

  • Rang 12

    Beschäftigungs-
    quote für Frauen

    Rang 12

    Im deutschlandweiten Vergleich liegt Saalfeld in Thüringen auf Rang 12 von 401 bei der Beschäftigungsquote für Frauen.


    Quelle: Wo lebt es sich am besten? Die große Deutschland Studie des ZDF

Schlichter, zeitloser Stil

Mode ist für Judith Skodlerak ein Ausdruck von Persönlichkeit und Stimmung. Ihr schlichter, eleganter Stil, der „vielleicht auch zeitlos ist“, kommt gut an. Die Kunden sind sehr unterschiedliche Menschen. Doch ihnen allen gefällt der eigene Stil von Judith Skodlerak, die sich in fließenden Stoffen und schlichten, aber raffinierten Schnitten wiederspiegelt. Eines ihrer Lieblingsteile ist ein einfacher Rock aus leichtem Spitzenstoff – absolut alltagstauglich. „Doch wenn er im Wind leicht mitfliegt, zeigt er eine außergewöhnliche Silhouette. Ich möchte solche Sachen machen, die schlicht, aber etwas pfiffig sind“, erklärt die Designerin.

Sie fertigt zwei Kollektionen pro Jahr mit jeweils 10 bis 15 Teilen. Foto: Paul-Ruben Mundthal

Egal ob elegante Jacken, Röcke, Kleider oder Hosen, alles entsteht aus ihrer Hand. Foto: Paul-Ruben Mundthal

Mit ihren Kollektionen erzählt sie kleine persönliche Geschichten. Die ersten Entwürfe drehten sich ums Reisen. Neue Orte zu entdecken, das hat ihr bisheriges Leben stark geprägt, hat sie doch an mehreren Orten gelebt: Sie kommt aus einer Kleinstadt 70 Kilometer südlich von Rostock, war in Brandenburg, dann in Leipzig, Schneeberg im Erzgebirge und nun Saalfeld. Die Winterkollektion nahm sich dazu passend dem Thema „Ankommen“ an. Für diesen Sommer hat sich Judith Skodlerak vom Wasser inspirieren lassen: „Ich bin an einem See aufgewachsen, es war nicht weit zum Meer. Das hat mich geprägt.“

Inspiration und Konzentration

Bei der Arbeit braucht Skodlerak Inspiration – und viel Konzentration. Sie eröffnet ihr Geschäft um 13 Uhr, ist selbst aber immer schon am Vormittag im angrenzenden Atelier. Dort können die Passanten sie durch das Schaufenster bei der Arbeit an den Kollektionsschnitten sehen. „Dafür brauche ich viel Ruhe, ich muss dann ganz bei mir sein“, erklärt Judith Skodlerak. Am Nachmittag berät sie Kunden. Sie weiß aber, dass Kreativität diese Ruhephasen braucht - „damit man sich etwas traut, damit man in sein Können vertraut.“

„Der Start war toll und es wird weiter funktionieren, da bin ich mir sicher."

Die Modemacherin setzt auf hochwertige Stoffe. Ihre Entwürfe können alle miteinander kombiniert werden. Und weiterhin ist alles von ihr selbst handgefertigt – „Made in Saalfeld“ also. Damit ist „Skodlerak“ der absolute Gegenentwurf zur „Fast Fashion“ der großen Ketten: „Ich möchte, dass man meine Teile lange tragen kann.“ So wie sie selbst an eine stabile Zukunft für ihren Lebenstraum glaubt: „Der Start war toll und es wird weiter funktionieren, da bin ich mir sicher.“

Eine Content Marketing Lösung von SZ Brand Studio für Das ist Thüringen.

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